Eine Person hält Geld in der Hand und tippt auf einem Taschenrechner. © GIZ/Lucas Wahl

Westbalkanländer wirtschaftlich miteinander vernetzen und an den EU-Markt annähern

Handel zur Unterstützung der Regionalintegration im Westbalkan (RegioTrade)

Ausgangssituation

Die Wirtschaften im Westbalkan enger miteinander zu vernetzen, birgt große wirtschaftliche Potenziale. Es ist auch eine Voraussetzung, um die Region an die Europäische Union (EU) anzunähern, unter anderem mit dem „Neuen Wachstumsplan für den Westbalkan“ der EU. Im Mittelpunkt steht, den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr auszuweiten. Zudem müssen die Länder ihre Investitionspolitiken reformieren. Doch regionale Entscheidungen werden in einigen Bereichen nur schleppend umgesetzt und nicht immer abgestimmt.

Ziel

Die regionale Wirtschaft im Westbalkan ist stärker verknüpft und steht im Einklang mit den Anforderungen des EU-Binnenmarktes.

Vorgehensweise

Das Projekt unterstützt im Westbalkan, Handelsreformen an EU-Regelungen anzugleichen und umzusetzen. Es verbessert das Fachwissen von Partnern und die Koordination zwischen ihnen. Hauptpartnern sind unter anderem Ministerien für Wirtschaft, Handel und Industrie, das Sekretariat des Mitteleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA), Zoll- und weitere Grenzbehörden, Investitionsförderagenturen, Qualitätsinfrastrukturinstitutionen und Wirtschaftsverbände.

Das Projekt berät und unterstützt Behörden und Unternehmen, das regionale Programm für Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (AEO) auszuweiten und von der EU anerkennen zu lassen. AEO sind Unternehmen, die besonders vertrauenswürdig sind und vereinfachte Zollkontrollen erhalten können.

Zudem fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen den Grenzbehörden für Warenverkehr und organisiert zum Beispiel gemeinsame Kontrollaktionen. Auch Zollprozesse für Pakete des Onlinehandels werden vereinfacht.

Das Projekt verbessert gleichzeitig die Qualitätssicherung der Waren. Es unterstützt die Westbalkanländer darin, ihre Konformitätsbewertungssysteme zu reformieren.

Im Bereich Investitionspolitik fördert das Projekt nationale Mechanismen, um Investitionsstreitigkeiten zwischen Regierungen und Investor*innen vorzubeugen.

Stand: Januar 2025

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