Fünf Personen sitzen während eines LSBTIQA+-Workshops an einem runden Tisch, diskutieren und notieren etwas auf Zetteln. © GIZ / Mauricio Alarcón

Gendergerechtigkeit in Bolivien fördern

Förderung der Gendergerechtigkeit in Bolivien (ProIgualdad)

+ Alle Anzeigen
  • Auftraggeber

    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

  • Land
  • Politische Träger

    Mehrere

  • Gesamtlaufzeit

    2024 bis 2027

  • Sonstige Beteiligte

    Vizeministerium für Chancengleichheit (VIO), Plurinationaler Dienst für Frauen und Despatriarchalisierung (SEPMUD), Ministerium für Bildung mit seinen departementalen Bildungsbehörden, Arbeitsministerium (MTEPS), Ministerium für produktive Entwicklung und plurale Wirtschaft, Ombudsstelle für Menschenrechte (DP), intersektorielle Arbeiterinnenorganisation, Entwicklungsstelle öffentlicher Produktionsunternehmen (SEDEM), ausgewählte öffentliche und private Unternehmen, Industrie- und Handelskammern, Unternehmer*innenverbände und Universitäten

  • Produkte und Fachexpertise

    Soziale Entwicklung

Eine Person schreibt Schlagwörter auf Notizzettel und drei andere sehen zu.© GIZ / Mauricio Alarcón, Benedikt Borchers

Ausgangssituation

In Bolivien bestehen strukturelle und gesellschaftliche Hürden für Gendergerechtigkeit und die Rechte für LSBTIQA+ (lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter*, queere und asexuelle Menschen). So verdienen Frauen ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Jahr 2023 wurden 81 Frauen Opfer eines Femizids. Seit das Gesetz gegen Rassismus und Diskriminierung 2010 in Kraft trat, wurde nur ein Urteil gegen die Verletzung der Rechte von LSBTIQA+-Personen gesprochen. Denn trotz geltender Gesetze werden Anzeigen nicht weiterverfolgt. LSBTIQA+-Personen stoßen auf Vorurteile durch Justizbeamt*innen und ihr Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen, formaler Arbeit und sozialer Teilhabe ist eingeschränkt. In Medien werden Frauen, Männer und LSBTIQA+-Personen stereotypisiert dargestellt.

Gesetze gegen die Diskriminierung und für den Schutz von Frauen und LSBTIQA+ existieren bereits, doch müssen diese noch besser umgesetzt werden.

Mehrere Personen sitzen an einem großen Tisch und sprechen miteinander.© GIZ / Mauricio Alarcón

Ziel

Verantwortliche in der Bildung, in Unternehmen und in den Medien leisten verstärkt einen Beitrag, um Gendergerechtigkeit und die Rechte von LSBTIQA+ voranzubringen.

Vorgehensweise

Das Projekt agiert in drei Schwerpunkten:

  1. Es verankert pilotierte und validierte gendersensible Bildungsmethoden in den Lehrplänen der Bildungsbehörden in La Paz, Santa Cruz und Cochabamba.
  2. Es erweitert das vom Vorgängervorhaben entwickelte Gütesiegel für Unternehmen zur Prävention von Gewalt gegen Frauen um zusätzliche Kriterien der Gendergerechtigkeit und der Rechte von LSBTIQA+-Personen.
  3. Es erarbeitet gemeinsam mit Medienschaffenden Medien- und Kommunikationsprodukte zu Gendergerechtigkeit und den Rechten von LSBTIQA+-Personen und verbreitet diese.
Drei Lehrerinnen aus Schulen in städtischen Randgebieten gestalten ein Poster zu Themen wie Gender, Diversität und Menschenrechten.© GIZ / Mauricio Alarcón

Stand: Februar 2025

Weitere Informationen