Fachwissen und Dialog für eine Energiewende in Südostasien fördern
Saubere, bezahlbare und sichere Energie für Südostasien
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Auftraggeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
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Land
Südostasien (Indonesien, Philippinen, Thailand, Vietnam)
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Politische Träger
Mehrere
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Gesamtlaufzeit
2020 bis 2027
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Sonstige Beteiligte
Agora Energiewende, New Climate Institute, Thailand Development Research Institute, Institute for Essential Services Reform Indonesia, Institute for Climate and Sustainable Cities Philippines
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Produkte und Fachexpertise
Nachhaltige Infrastruktur: Energie, Wasser, Verkehr
Ausgangssituation
Es wird prognostiziert, dass der Energiebedarf Südostasiens um 70 Prozent bis 2040 ansteigt. Aktuell sind Indonesien, die Philippinen, Thailand und Vietnam für 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Südostasien verantwortlich. Wie sich die Energiewirtschaft dieser Länder entwickelt, wird sich deshalb erheblich darauf auswirken, ob die Region ihre Entwicklungsziele erreichen sowie gleichzeitig sauberen, sicheren und bezahlbaren Strom gewährleisten kann.
Der Anteil der Wind- und Solarenergie liegt in den vier Ländern weit unter dem großen Potenzial. Zu den Haupthindernissen gehören: inkonsistente Energieplanung, kaum berücksichtigtes Potenzial der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz, angezweifelte Netzkapazitäten und Stabilität, überdurchschnittliche Investitionskosten, fehlender politischer Wille sowie festgefahrene Prozesse.
Ziel
Faktenbasiertes Wissen zu einer sauberen, bezahlbaren und sicheren Energiewende in Südostasien trägt dazu bei, die öffentliche Debatte und politische Ziele auszubauen, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten.
Vorgehensweise
Das Projekt will Klimaziele in der Energiewirtschaft Südostasiens vorantreiben. Dafür kooperiert es mit internationalen und lokalen Organisationen, die zu Klimawissenschaften arbeiten. Das Projekt schlägt evidenzbasierte Lösungen vor, damit Entscheidungsträger*innen die Energiewende gestalten und gesellschaftliche Unterstützung dafür aufbauen können.
Es setzt dazu unter anderem folgenden Maßnahmen um:
- Das Projekt trägt mit den Partnerorganisationen Daten zusammen und bereitet sie zielgruppen- und zweckgerecht auf, damit sie in Dialoge eingespeist werden können. Das soll zu einem Konsens für die Energiewende beitragen.
- Es entwickelt die „Südostasiatische Plattform für die Energiewende” (SEA Information Platform for the Energy Transition, SIPET) und damit die Wissensgrundlage im Energiebereich Südostasiens. Zudem fördert es den Austausch von Verantwortlichen.
- Es bindet in den Dialog zur Energiewende auch Beteiligte ein, die formal keine Mitspracherechte bei relevanten Entscheidungen haben, aber von diesen betroffen sind.
Stand: Oktober 2023