Biodiversität in Kolumbien schützen
Schutz der Biodiversität durch Förderung nachhaltiger und entwaldungsfreier Lieferketten in Kolumbien
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Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
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Land
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Politische Träger
Mehrere
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Gesamtlaufzeit
2025 bis 2028
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Produkte und Fachexpertise
Klima, Umwelt, Management natürlicher Ressourcen
Ausgangssituation
Kolumbien gehört zu den megabiodiversen Ländern mit der größten Artenvielfalt weltweit. Vor allem das Amazonasgebiet und die Orinoquia-Savanne sind von globaler Bedeutung für den Biodiversitäts- und Klimaschutz.
Obwohl mehr als die Hälfte des Landes von Wald bedeckt ist, führt die hohe Entwaldung zu einem erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen. Im Jahr 2023 wurden etwa 188.000 Hektar Wald zerstört, vor allem in den Konfliktregionen Meta, Caquetá und Guaviare. Zudem belastet die großflächige Rinderhaltung am Rande des Regenwaldes die Böden und gefährdet die lokale Artenvielfalt. Häufig fehlen wirtschaftliche Anreize und Kenntnisse, um Landflächen umweltfreundlich und effizient zu nutzen.
Ziel
Ausgewählte Lieferketten, zum Beispiel zu Amazonasfrüchten und Naturkautschuk, sind verbessert. Sie tragen dazu bei, die Artenvielfalt der kolumbianischen Regenwaldgebiete Orinoquia und Amazonien in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zu schützen.
Vorgehensweise
Das Vorhaben arbeitet in vier Schwerpunkten:
- Es fördert den Austausch zwischen Verantwortlichen, um das regionale Netzwerk zu biodiversitätserhaltenden Lieferketten in ausgewählten Ökokorridoren zu verbessern.
- Es berät und schult Unternehmen dazu, wie sie biodiversitätserhaltende Lieferketten umsetzen.
- Es berät Produzent*innen, wie sie natürliche Ressourcen umweltfreundlich nutzen.
- Es fördert den Wissensaustausch, um geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen.
Stand: Februar 2025