Flüchtlinge beschäftigen und die grüne Infrastruktur verbessern
Verbesserung grüner Infrastruktur in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen (Cash for Work)
Verbesserung grüner Infrastruktur in Jordanien durch beschäftigungsintensive Maßnahmen (Cash for Work)
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Jordanien
Jordanien, Umweltministerium
Jordanien - Umweltministerium
2017 bis 2025
Soziale Entwicklung
Gemäß Angaben des Hochkommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) haben sich in Jordanien bis Januar 2025 mehr als 657.857 Flüchtlinge aus Syrien registriert. Davon sind 81 Prozent in Gastgemeinden untergebracht. Dies bedeutet eine erhebliche Belastung der Grundinfrastruktur. Grünflächen zur Erholung stehen kaum zur Verfügung und es fehlen Finanzmittel, um die vorhandenen Flächen zu erhalten.
Syrische Flüchtlinge und vulnerable Jordanier*innen sind beschäftigt, um eine grüne Infrastruktur zu schaffen. Dadurch verbessert sich die Einkommenssituation, und es entstehen Grünflächen, die gemeinsam genutzt werden und den sozialen Zusammenhalt stärken.
Das Vorhaben ist Teil der Sonderinitiative „Geflüchtete/Aufnahmeländer“ (SIGA). Lohnbeschäftigte Frauen und Männer schaffen eine grüne Infrastruktur oder setzen sie wieder instand. Dabei verwenden sie örtlich vorhandene Materialien. Als öffentliche Erholungsflächen schaffen sie Picknickplätze in Wäldern oder Wanderpfade in Naturschutzgebieten, und erhalten und schützen gleichzeitig Ökosystemleistungen. Zur Aufforstung werden einheimische, dürreresistente Baumarten angepflanzt. So trägt das Vorhaben zum Erhalt der Biodiversität und zur Anpassung an den Klimawandel bei. Gleichzeitig fördern die öffentlichen neuen Treffpunkte den sozialen Zusammenhalt.
Das Vorhaben konzentriert sich auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen im öffentlichen Raum und schafft Arbeitsmöglichkeiten für sie.
5.556 Arbeiter*innen werden für mindestens zwei Monate in 12 Gemeinden und 25 ländlichen Gebieten beschäftigt. Die Hälfte davon sind schutzbedürftige Jordanier*innen. Die andere Hälfte sind syrische Flüchtlinge. Der Frauenanteil liegt bei fast 31 Prozent. Durch das Einkommen verbessert sich die finanzielle Situation der Teilnehmenden. Alle Arbeiter*innen können an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.
Stand: März 2025